einzigartig. vielfältig.

Auf den Gemel! Fertig! Los!

ERLEBNIS – Die Formel 1 kommt in die Jungfrau Region.
Wengen
Er sieht knackig aus, ist tiefergelegt und seine silbernen Felgen der drei Räder glänzen in der Sonne. Der Summer Gemel. Und das Beste: Gesteuert durch Gewicht fährt der Ferrari der Alpen wie auf Schienen. 30 Stück warten am Männlichen darauf, ausgefahren zu werden, durch Felder und Wälder, über Brücken, über Stein und Asphalt und das immer vor Eiger, Mönch und Jungfrau! Also, Lederjacke an, Helm auf, Formel 1 Handschuhe griffbereit und volle Kanne los.
Aussicht

Die Ruhe vor dem Sturm - oder dem Rennen: Wir geniessen unsere letzten entspannten Atemzüge und bereiten uns mental auf die Rennstrecke vor.

Kuhfladen

Auch der Kuhfladen tankt Energie und chillt sein Leben vor Eiger, Mönch und Jungfrau.

Anzug

Mr. Anzug ist noch gar nicht nervös. Er bräunt sich in der glühenden Sonne - schon etwas zu lange, wie deutlich zu erkennen ist.

Adler

Der Adler wartet gespannt auf den Rennstart und freut sich, das Ganze von den Berner Oberländer Lüften zu betrachten.

Andreas Caluori,
über den Summer Gemel

«Mit dem Summer Gemel profitieren nicht nur Besucher, die das Abenteuer in den Bergen suchen, sondern auch Bahnen und Restaurants in der Region. Auch die bestehende Infrastruktur durch den Wintertourismus kann, wie gegeben, auch im Sommer genutzt werden. Es gibt nur Gewinner in dieser Geschichte.»

Letzter Sicherheitscheck

Helm – check, Handschuhe – check, Armschoner – check, drei Räder – check, Klingel und Bremse – check. Sicherheit zu hundert Prozent gegeben!

Rennstart. Alle sind auf Position

Das Herz pumpt. Adrenalin. Die Zuschauer sind gespannt und wir voll konzentriert. Die Kühe, um ehrlich zu sein, sind eher desinteressiert. Die Startfahne weht im Wind: drei, zwei, eins. Die Fahne fällt. Der Startschuss erklingt. It's on!

Mit Schweizer High-Tech den Berg runter «gemeln».

Das Rennen ist im Gange. Die Geschwindigkeit wird erhöht. Das Atmen vernachlässigt. Die Aussicht verkommt zur Nebensache. Schon bald zeigt sich, wer von uns sein Gewicht richtig einsetzen kann.

Pilot

Immer schön die Ellenbogen nach aussen strecken – das vertreibt Kühe wie auch Gegner am effektivsten. Aber fair, das bleiben wir schon. Schliesslich sind wir alle Fair player!

Zahlen und Fakten
6
Kilometer lang ist die Rennstrecke zwischen Männlichen und der Mittelstation Holenstein. Zurück geht es bequem mit der Gondelbahn.
Person mit Gemel

Einer der Teilnehmer scheidet schon nach dem Startschuss aus. Sitzt der doch verkehrt auf dem Gemel.

Gemeln neben Kuh

Doch wir verfolgen unser Ziel. Wir lassen uns weder von grasenden Kühen, noch von rauchenden Gemeln neben der Strasse ablenken. Wir sind fokussiert und konzentriert.

Gemeln_Rauch

Ein weiterer Pilot verliert die Kontrolle in der dritten Kurve. Na, der ist weg vom Fenster – sprich, weg von der Strasse. Oder sind es doch nur Rauchzeichen der Einheimischen?

Auf der Rennstrecke läuft nicht nur der Gemel. Es gibt vieles zu bewundern.

Leichte Rechtskurve, nach rechts liegen. Lange Linkskurve, Gewicht auf die linke Seite verlagern. Tiefliegender Baumast voraus, noch 50 Meter, zehn, zwei, Achtung ducken, hat gepasst, Schürfwunden bleiben erspart. Eine gerade steile Strecke beginnt, Mückenschwarm zu erkennen, Augen zu und durch. Upps, Augen waren zu, Mund aber nicht. Schlucken, einmal, zweimal, beim dritten Mal ist es wieder möglich, durchzuatmen. Weiter, schneller, rechts, links, Ziellinie wird sichtbar, Hände von der Bremse lassen, Lächeln aufsetzen und mit lautem Schrei durchs Ziel rasen. Freude, Jubel, Geschrei, Freiheit!

Sieges_Selfie

Achtung. Selfie. Grimasse bitte...

Kurt am Fliegen

Am Zielgelände steigt die Party. Die Begeisterung bei unserem Eintreffen ist riesig. Das Resultat ist ein Massenluftspringen, welches die Welt noch nicht gesehen hat.

Ein royalischer Moment

Die Krone am Ende des Royal Walks wartet schon seit geraumer Zeit darauf, seinen König zu finden. Und endlich: Wir sind oben angekommen. Am Ende des Weges wird die Krone vom Erdboden erhoben und auf den Kopf des Siegers gesetzt.

Nach der Zeremonie auf dem Royal Walk wartet das Apéro – auf einer Riesenkuh.

Lieselotte heisst die Kuh. Auf ihr sind wir wieder vereint. Das haben wir uns auch verdient. Nach so einem Rennen müssen unsere Energiereserven wieder aufgefüllt werden.
Es ist aber gar nicht so einfach, sich bei diesem Panorama aufs Apéro zu konzentrieren.

Apéro
Lieselotte
Lieselotte
Trampoline

Zehn Kuhfladen scheidet eine Kuh durchschnittlich am Tag aus, also 3650 während eines Jahres. Lieselotte produziert aber keine Exkremente (auch Kuhdung genannt). Ihre Kuhfladen sind vielmehr kleine Trampoline. Was für ein Spass. Perfekt für die Siegesparty.

Zahlen und Fakten
100
Tonnen Beton bilden das Fundament der Riesenkuh. Auf der 8,5 Meter hohen und 13 Meter langen Holz- und Stahlkonstruktion befindet sich zusätzlich eine Aussichtsplattform.

Ein letzter Blick zurück

Das Rennen ist vorbei. Die Summer Gemel sind gewaschen und für die Nacht in der Garage verstaut. Unsere Blicke schweifen noch ein letztes Mal vom Männlichen in die Ferne, bevor es gleich mit der Gondelbahn nach Wengen zurückgeht. Was bleibt, ist die Erinnerung.

Weiterführende Informationen

Summer Gemel

Mehr Informationen

Männlichen.

Mehr Informationen

Fotos: Jungfrau Region
Text: André Wellig; Svenja Krummenacher
Sommer 2017

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Wengen Tourismus

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